„Arbeiten für die Umwelt“

Heike Neumann

Das Thema Umwelt- und Naturschutz lag Heike Neumann schon immer sehr am Herzen. Früh war für sie klar, dass ihr Engagement in diesem Bereich nicht nur Hobby bleiben, sondern auch in ihrer beruflichen Laufbahn eine Rolle spielen sollte. „Ich habe mit dem Ziel studiert, Umweltschutz zu betreiben“, berichtet die Diplom-Ingenieurin. „Diese Ausrichtung habe ich durch mein gesamtes Studium, meine Praktika und meine erste Stelle als Projektingenieurin im Bereich Abfall- und Energiewirtschaft in Hannover verfolgt.“

Ende 2001 war es für Heike Neumann Zeit für eine räumliche und persönliche Veränderung: Sie kündigte ihren Job und zog nach Berlin. Als sie neu dort angekommen auf die Stellenausschreibung des Projektträgers Jülich für das BMBF-Programm Waldforschung stieß, war das für sie ein echter Glücksfall. „Den Projektträger Jülich kannte ich bis dahin noch nicht“, erzählt sie. „Die Thematik passte aber genau zu meinem Profil und meinen Zielen.“ Beim Projektträger Jülich arbeitet Heike Neumann zwar nicht mehr selber an konkreten Projekten im Bereich Umweltschutz, ihrer Linie ist sie aber trotzdem treu geblieben: „Ich sorge dafür, dass Fördermittel möglichst sinnvoll und effizient in Problemlösungen für Umwelt und Erneuerbare Energien eingesetzt werden“, umreißt sie ihre Aufgabe.

Als Teamleiterin für das BMU-Programm „Forschung und Entwicklung zur klimaeffizienten Optimierung der energetischen Biomassenutzung“ (Nationale Klimaschutzinitiative) ist für Heike Neumann kein Tag wie der andere: Neue Förderinitiativen müssen angeschoben und gestaltet, Antragsteller müssen beraten und Projektideen bewertet werden. Während bei Ersterem konzeptionelles und strategisches Denken gefragt sind, zählt bei Letzterem systemtechnisches Verständnis und auch ein bisschen Geduld. „Wenn der Stichtag für eine Skizzeneinreichung bevorsteht, beantworten wir zeitweise so viele Förderanfragen, dass man sich fast wie ein Callcenter-Agent vorkommt“, scherzt Neumann. Aber gerade die enge Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Zielgruppen macht ihr am meisten Spaß an ihrem Job: „Wir arbeiten beim Projektträger in einem Spannungsfeld zwischen Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Wir sind Vermittler zwischen den Ministerien auf der einen Seite sowie den Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen auf der anderen. Dabei müssen wir die unterschiedlichen Ziele und Erwartungen beider Seiten verstehen und versuchen, diese in Einklang zu bringen.“ Diese Herausforderung wird noch verstärkt, wenn die Zusammenarbeit nicht nur auf nationaler Ebene stattfindet. Neumann und ihre Kollegen betreuen auch Projekte in der internationalen Zusammenarbeit und müssen dafür immer die Projekte anderer Länder im Blick haben. „Besonders spannend wird es, wenn man sich auf ganz andere Kulturen einlassen muss“, berichtet Neumann. „Im Rahmen einer wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit hatte ich zum Beispiel die Möglichkeit, an einer Delegation des BMBF nach China teilzunehmen. Bei diesem interkulturellen Aspekt meiner Arbeit haben mir die Erfahrungen, die ich während eines einjährigen DAAD-Aufbaustudiums in Russland sammeln konnte, sehr geholfen“.

Das Besondere am Projektträger Jülich ist für Heike Neumann, dass neben den Aufgaben und Inhalten auch die Rahmenbedingungen stimmen. „Der Projektträger Jülich hat mich bei meiner beruflichen Weiterentwicklung immer unterstützt“, berichtet die Fachbereichsleiterin. So hat sie zum Beispiel am Mentoring-Programm der Helmholtz-Gemeinschaft für weibliche Führungskräfte teilgenommen und konnte nach und nach immer mehr Führungsaufgaben übernehmen. Seit Januar 2012 verantwortet Heike Neumann als Leiterin für den Fachbereich „Transfer und Markteinführung“ im Geschäftsbereich Umwelt die Projektförderung und Förderprogramme dieses Bereichs. Zu ihren Aufgaben gehört seitdem beispielsweise die Vertretung des Fachbereichs nach innen und außen, die strategische Entwicklung und Akquisition neuer Aufgaben, die Qualitätssicherung oder auch die Personalentwicklung und –gewinnung. „Neben den tollen Entwicklungsmöglichkeiten gefällt mir außerdem, dass der Projektträger Jülich Wert auf soziale Standards legt“, sagt Neumann. „Es kommt selten vor, dass ich Arbeit mit nach Hause nehme, so dass mir genügend Zeit für Familie und Privates bleibt.“ So kann sie jeden Tag mit neuer Energie ihre Aufgaben angehen und dafür sorgen, dass die Forschung und Entwicklung in den Bereichen Umweltschutz und Erneuerbare Energien vorangeht.

Heike Neumann, Geschäftsbereich Umwelt