„Gemeinsam an die Spitze“

Dr. Dieter Labruier

Als Dr. Dieter Labruier noch im Labor stand, hatte er schon einmal mit Clustern zu tun – mit so genannten Übergangsmetallclustern, also Metall-Metall-Verbindungen. Die haben mit dem Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), den er derzeit beim Projektträger Jülich im Auftrag des BMBF betreut, nur wenig zu tun. „In Spitzenclustern organisieren sich Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft einer Region mit dem Ziel, neue Technologien im Markt zu etablieren“, erläutert Labruier. Chemische Verbindungen, wie er sie im Studium an der RWTH Aachen hergestellt hat, spielen nun keine Rolle mehr. Darauf achten, dass die Chemie stimmt, allerdings schon. Vor allem muss er herauslesen, ob die Ideen, die er auf den Tisch bekommt, tatsächlich spitze sind.

„In meinem Chemie-Studium habe ich gelernt, wissenschaftlich zu arbeiten. Trotz aller Vertiefung habe ich mir immer auch den Blick fürs Ganze erhalten“, so Labruier. Das Ganze im Blick haben, das war es auch, was ihn schließlich immer mehr reizte. „Da klang eine Stellenausschreibung beim Projektträger Jülich ganz verlockend. Meine Aufgabe: Die Beurteilung von Forschungsprojekten, die durch die Öffentliche Hand im Rahmen der Projektförderung finanziert werden sollen.“ Diese Aufgabe übernahm er zunächst für die Förderprogramme des Landes Nordrhein-Westfalen, 2008 stieg er auf den Spitzencluster-Wettbewerb um.

Dabei kommt ihm seine kommunikative Ader sehr zu gute. „Ich fühle mich manchmal wie ein Jongleur: Den einen Ball spielt mir unser Auftraggeber, also das BMBF zu. Denn das Bundesforschungsministerium gibt die Richtlinien für die Förderung vor. Diesen Ball reiche ich dann an die Spitzencluster weiter, die gern gefördert werden wollen. Was es da vor allem braucht, ist Verhandlungsgeschick.“

Dr. Dieter Labruier, Geschäftsbereich Technologische und Regionale Innovationen