„Forschung in Fahrt bringen“

Jens Biller

Elektromobilität ist ein zentraler Baustein der deutschen Energiepolitik. Forschungsprojekte zur Entwicklung von Elektrofahrzeugen werden von der Bundesregierung unter anderem mit 500 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II gefördert. Als gelernter Finanzwirt und ehemaliger Rechnungsführer bei der Bundeswehr wäre Jens Biller nie mit diesen Projekten in Berührung bekommen. Beim Projektträger Jülich ist er ganz nah mit dabei. „Ich finde es spannend, als Nicht-Wissenschaftler an der Entwicklung von neuen Technologien teilhaben zu können“, freut sich der staatlich geprüfte Betriebswirt. Im Geschäftsbereich Energietechnologien hat er unter anderem Projekte aus der Modellregion Rhein-Ruhr betreut. Dafür hat er an Vor-Ort-Prüfungen und Projekttreffen teilgenommen und konnte so miterleben, wie Elektrofahrzeuge zum Einsatz gebracht und die notwendige Infrastruktur aufgebaut wurde. „Bei solchen Veranstaltungen bekomme ich die Gelegenheit, alle beteiligten Akteure auch persönlich kennenzulernen“, erzählt Jens Biller. „Da trifft man auf Wissenschaftler und Unternehmensmanager genauso wie auf Politiker. Sich mit den unterschiedlichsten Menschen über Zukunftsthemen austauschen zu können, ist etwas Besonderes.“

Als Betriebswirt liegt der Fokus von Jens Billers Arbeit auf finanztechnischen Aspekten. Trotzdem geht es nicht nur darum, stur Zahlen zu prüfen. In der Antragsphase von Fördermaßnahmen muss er sich gemeinsam mit einem wissenschaftlichen Mitarbeiter in das Themengebiet einarbeiten. Er berät Antragsteller zu passenden Fördermöglichkeiten und erläutert ihnen die im Vorfeld mit den Ministerien erarbeiteten Zuwendungsvoraussetzungen. Dafür hat er immer im Blick, welche Kriterien ein Forschungsvorhaben erfüllen muss, um für eine Förderung in Frage zu kommen, und welche Nachweise erbracht werden müssen. Eingegangene Projektanträge bewertet Jens Biller unter anderem anhand von Fragen wie: Braucht man für dieses Projekt tatsächlich so viel Personal und Geräte? Sind die angesetzten Kosten angemessen kalkuliert? Ist die Gesamtfinanzierung des Projektes gesichert? „Ich bereite die finanziellen Aspekte der Förderentscheidung mit vor“, erklärt Jens Biller. „Dabei muss ich alle Rahmenbedingungen des nationalen und europäischen Förderrechts im Auge behalten. Wenn ein Konzept nicht den geltenden Bestimmungen entspricht, aber eine vielversprechende innovative Idee verfolgt, weise ich die Antragsteller darauf hin, dass es entsprechend überarbeitet werden muss.“

In der Personalauswahl und –entwicklung legt der Projektträger Jülich großen Wert darauf, die Mitarbeiter nach ihren Stärken einzusetzen und individuell zu fördern. Von diesem Grundsatz hat Jens Biller schon profitiert, als er noch gar nicht beim Projektträger angefangen hatte: Ursprünglich hatte er sich dort nämlich für eine andere Stelle interessiert. Da sein Profil aber nicht hundertprozentig auf die Anforderungen passte, wurde ihm stattdessen vorgeschlagen, sich alternativ auf eine Stelle als Betriebswirt im Geschäftsbereich Energietechnologien zu bewerben. „Ich bin froh, dass erkannt wurde, dass ich mit meinen Qualifikationen gut in den Projektträger passe und ihn in einem anderen Bereich unterstützen kann“, erzählt Jens Biller. „Ohne diese Chance wäre ich nie dazu gekommen, ein so spannendes Thema wie die Elektromobilität betriebswirtschaftlich zu begleiten.“

Jens Biller, Geschäftsbereich Energietechnologien